Der Euro wächst weiter

Seit dem 1. Januar 2026 nutzen 21 EU-Staaten den Euro – zuletzt kam Bulgarien hinzu. Wir verfolgen, welche Länder als Nächstes folgen, welche noch ihre eigene Währung behalten und wer über einen EU-Beitritt verhandelt.

Der Weg zum Euro

Um den Euro einführen zu können, muss ein Land zunächst Mitglied der EU sein, anschließend die Konvergenzkriterien erfüllen und mindestens zwei Jahre stabil am Wechselkursmechanismus II teilnehmen.

1

EU-Beitritt

Aufnahme als Mitgliedstaat der Europäischen Union.

2

Konvergenz

Erfüllung der Maastricht-Kriterien zu Inflation, Schulden, Defizit und Zinsen.

3

WKM II

Mindestens zwei Jahre stabiler Wechselkurs im Wechselkursmechanismus II.

4

Euro-Einführung

Beschluss des EU-Rats und Umstellung auf die gemeinsame Währung.

Neuigkeiten

Entwicklungen rund um Euro, Eurozone und EU-Erweiterung.

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Häufige Fragen zu Euro und EU-Erweiterung

Wie viele Länder haben den Euro?

Seit dem 1. Januar 2026 nutzen 21 der 27 EU-Mitgliedstaaten den Euro. Zuletzt führte Bulgarien die gemeinsame Währung ein, davor Kroatien im Jahr 2023.

Welche EU-Länder haben noch keinen Euro?

Sechs EU-Mitglieder nutzen weiterhin ihre eigene Währung: Dänemark, Schweden, Polen, Tschechien, Ungarn und Rumänien. Dänemark hat ein dauerhaftes Opt-out.

Welches Land führt als Nächstes den Euro ein?

Einen festen Termin für ein weiteres Euro-Land gibt es derzeit nicht. Zuletzt führte Bulgarien den Euro zum 1. Januar 2026 ein. Von den übrigen Ländern ohne Euro – Rumänien, Polen, Tschechien, Ungarn und Schweden – hat keines ein verbindliches Einführungsdatum; Ungarn nennt als politisches Ziel etwa 2030. Der EZB-Konvergenzbericht vom Juni 2026 erwartet kurzfristig keinen weiteren Beitritt.

Welche Länder wollen den Euro einführen?

Alle EU-Mitglieder ohne Euro sind – bis auf Dänemark mit seinem Opt-out – vertraglich verpflichtet, den Euro einzuführen, sobald sie die Kriterien erfüllen: Rumänien, Polen, Tschechien, Ungarn und Schweden. Wie schnell das geschieht, entscheidet jedes Land selbst; derzeit treibt keines davon einen baldigen Beitritt aktiv voran.

Wie wird ein Land Mitglied der Eurozone?

Ein Land muss zuerst EU-Mitglied sein, dann die vier Konvergenzkriterien (Maastricht-Kriterien) erfüllen und mindestens zwei Jahre stabil am Wechselkursmechanismus II teilnehmen. Anschließend beschließt der EU-Rat die Euro-Einführung.

Welche Länder wollen der EU beitreten?

Aktuell verhandeln unter anderem die Westbalkanstaaten Montenegro, Serbien, Albanien, Nordmazedonien sowie Bosnien und Herzegowina über einen Beitritt. Seit 2024 verhandeln auch die Ukraine und Moldau; die Türkei und Georgien sind Kandidaten mit ruhendem Prozess.

Was sind die Konvergenzkriterien?

Die Konvergenzkriterien legen Grenzwerte für Inflation, Haushaltsdefizit (max. 3 % des BIP), Schuldenstand (max. 60 % des BIP), Wechselkursstabilität und langfristige Zinsen fest, die ein Land vor der Euro-Einführung erfüllen muss.