Rumäniens langer Weg zum Euro
Rumänien will den Euro – aber erst Ende der 2020er. Was dem Beitritt zur Eurozone noch im Weg steht und wie die Bevölkerung dazu steht.
Seit dem 1. Januar 2026 nutzen 21 EU-Staaten den Euro – zuletzt kam Bulgarien hinzu. Wir verfolgen, welche Länder als Nächstes folgen, welche noch ihre eigene Währung behalten und wer über einen EU-Beitritt verhandelt.
Um den Euro einführen zu können, muss ein Land zunächst Mitglied der EU sein, anschließend die Konvergenzkriterien erfüllen und mindestens zwei Jahre stabil am Wechselkursmechanismus II teilnehmen.
Aufnahme als Mitgliedstaat der Europäischen Union.
Beschluss des EU-Rats und Umstellung auf die gemeinsame Währung.
Diese EU-Mitglieder nutzen weiterhin ihre eigene Währung.
Entwicklungen rund um Euro, Eurozone und EU-Erweiterung.
Rumänien will den Euro – aber erst Ende der 2020er. Was dem Beitritt zur Eurozone noch im Weg steht und wie die Bevölkerung dazu steht.
Nach dem Regierungswechsel in Budapest hat Ungarn im Juni 2026 sein Veto gegen den EU-Beitritt der Ukraine aufgegeben – ein Durchbruch, der auch Moldau hilft.
Islands Parlament hat den Weg frei gemacht: Am 29. August 2026 entscheiden die Isländer per Referendum, ob die EU-Beitrittsverhandlungen wieder aufgenommen werden.
Die EU-Botschafter haben im April 2026 grünes Licht für die Arbeitsgruppe zum Beitrittsvertrag mit Montenegro gegeben – ein wichtiger Schritt für den Erweiterungs-Frontrunner.
Seit dem 1. Januar 2026 nutzen 21 der 27 EU-Mitgliedstaaten den Euro. Zuletzt führte Bulgarien die gemeinsame Währung ein, davor Kroatien im Jahr 2023.
Sechs EU-Mitglieder nutzen weiterhin ihre eigene Währung: Dänemark, Schweden, Polen, Tschechien, Ungarn und Rumänien. Dänemark hat ein dauerhaftes Opt-out.
Ein Land muss zuerst EU-Mitglied sein, dann die vier Konvergenzkriterien (Maastricht-Kriterien) erfüllen und mindestens zwei Jahre stabil am Wechselkursmechanismus II teilnehmen. Anschließend beschließt der EU-Rat die Euro-Einführung.
Aktuell verhandeln unter anderem die Westbalkanstaaten Montenegro, Serbien, Albanien, Nordmazedonien sowie Bosnien und Herzegowina über einen Beitritt. Seit 2024 verhandeln auch die Ukraine und Moldau; die Türkei und Georgien sind Kandidaten mit ruhendem Prozess.
Die Konvergenzkriterien legen Grenzwerte für Inflation, Haushaltsdefizit (max. 3 % des BIP), Schuldenstand (max. 60 % des BIP), Wechselkursstabilität und langfristige Zinsen fest, die ein Land vor der Euro-Einführung erfüllen muss.