Island lehnt Wiederaufnahme der EU-Beitrittsgespräche ab
Beim Referendum am 29. August 2026 stimmen 52,8 Prozent der Isländer gegen neue EU-Beitrittsverhandlungen. Damit ist auch die Frage einer Euro-Einführung vorerst vom Tisch.
Seit dem 1. Januar 2026 nutzen 21 EU-Staaten den Euro – zuletzt kam Bulgarien hinzu. Wir verfolgen, welche Länder als Nächstes folgen, welche noch ihre eigene Währung behalten und wer über einen EU-Beitritt verhandelt.
Um den Euro einführen zu können, muss ein Land zunächst Mitglied der EU sein, anschließend die Konvergenzkriterien erfüllen und mindestens zwei Jahre stabil am Wechselkursmechanismus II teilnehmen.
Aufnahme als Mitgliedstaat der Europäischen Union.
Beschluss des EU-Rats und Umstellung auf die gemeinsame Währung.
Diese EU-Mitglieder nutzen weiterhin ihre eigene Währung.
Entwicklungen rund um Euro, Eurozone und EU-Erweiterung.
Beim Referendum am 29. August 2026 stimmen 52,8 Prozent der Isländer gegen neue EU-Beitrittsverhandlungen. Damit ist auch die Frage einer Euro-Einführung vorerst vom Tisch.
Ein erster Versuch, die nächsten Verhandlungscluster für Ukraine und Moldau freizugeben, scheiterte im Juli an Ungarn. Am 1. September steht der nächste Anlauf an.
Am 14. Juli 2026 hielt die EU vier Beitrittskonferenzen an einem Tag ab. Montenegro und Albanien schlossen Verhandlungskapitel, die Ukraine und Moldau öffneten ihren zweiten Cluster – der sichtbarste Erweiterungsschub seit über 20 Jahren.
Sechs Monate nach der Euro-Einführung zieht Bulgarien eine erste Bilanz. Die EZB sieht keine umstellungsbedingte Preisspirale, die Zustimmung in der Bevölkerung ist gestiegen – die gefühlte Teuerung bleibt aber ein Thema.
Seit dem 1. Januar 2026 nutzen 21 der 27 EU-Mitgliedstaaten den Euro. Zuletzt führte Bulgarien die gemeinsame Währung ein, davor Kroatien im Jahr 2023.
Sechs EU-Mitglieder nutzen weiterhin ihre eigene Währung: Dänemark, Schweden, Polen, Tschechien, Ungarn und Rumänien. Dänemark hat ein dauerhaftes Opt-out.
Ein Land muss zuerst EU-Mitglied sein, dann die vier Konvergenzkriterien (Maastricht-Kriterien) erfüllen und mindestens zwei Jahre stabil am Wechselkursmechanismus II teilnehmen. Anschließend beschließt der EU-Rat die Euro-Einführung.
Aktuell verhandeln unter anderem die Westbalkanstaaten Montenegro, Serbien, Albanien, Nordmazedonien sowie Bosnien und Herzegowina über einen Beitritt. Seit 2024 verhandeln auch die Ukraine und Moldau; die Türkei und Georgien sind Kandidaten mit ruhendem Prozess.
Die Konvergenzkriterien legen Grenzwerte für Inflation, Haushaltsdefizit (max. 3 % des BIP), Schuldenstand (max. 60 % des BIP), Wechselkursstabilität und langfristige Zinsen fest, die ein Land vor der Euro-Einführung erfüllen muss.