Tschechiens Präsident und bekannter Euro-Gegner, Vaclav Klaus, lehnt eine baldige Euroeinführung in Tschechien ab. „Der Euro war eine falsche Idee, ganz klar“, spottete der Präsident bei seiner Buchvorstellung in Nürnberg. Er geht sogar noch weiter. „Für unser Land ist es sehr positiv, dass wir diese Währung nicht haben“, erklärt er. Eine baldige Eiführung der Gemeinschaftswährung lehnt er deshalb trotz der Verpflichtung zur Einführung, die Tschechien mit dem Beitritt in die EU 2004 eingegangen ist, ab. Aktuelle Ausnahmeregelungen betreffen nur Dänemark und Großbritannien.
Tschechien will mit der Einführung warten, um nicht mit in die aktuelle Krise zu stürzen. Außenminister Karel Schwarzenberger betonte am Dienstag, den 17. Januar 2011, das die Euroeinführung genau überdenkt werden muss, deshalb wird sich die jetzige tschechische Regierung auf kein Datum festlegen. Premier, Petr Necas, hatte bereits im Dezember erklärt, dass eine jetzige Euroeinführung eine „wirtschaftliche und politische Dummheit“ sei, da die tschechische Krone besser auf die aktuelle Wirtschaft reagieren kann.
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