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14.06.09 10:00

Schnelle Euro-Osterweiterung nicht in Sicht

Von: (mf)

Kirche in Warna, Bulgarien

Muttergottes-Kathedrale

Bislang immer als „Teuro“ bezeichnet, beweist sich die gemeinsame europäische Währung, der Euro, nun als stabiles Gegenmittel während der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise. Doch die Gemeinschaftswährung spaltet die Europäische Union, denn vor allem osteuropäische Länder haben den Euro noch nicht einführen können.

In den letzten Monaten ist die Frage, ob eine schnelle Euroeinführung in den osteuropäischen Ländern sinnvoll ist, immer wieder präsent. Besonders Ungarn und Bulgarien drängen darauf, sich der Währungsunion schnellstmöglich anzuschließen. Die Überlegungen dies in Zeiten der Krise schneller als eigentlich möglich zu realisieren legt der EZB-Präsident Jean-Claude Trichet nun auf Eis. Am Freitag verkündete er in Sofia, dass eine Umgehung der Maastricht-Kriterien, die unter anderem eine Mitgliedschaft im Wechselkursmechanismus II beinhalten, nicht möglich sei.

Anders sieht das der Internationale Währungsfond (IWF). Er hat den osteuropäischen Staaten eine schnelle Euroeinführung vorgeschlagen, um der Wirtschaftskrise entgegenzusetzen.

Die bulgarische Regierung, die den Euro ursprünglich nächsten Januar einführen wollte, wird ihr Ziel auf frühestens 2012 verschieben müssen. Gründe hierfür sind vor allem die Inflationsrate, die mit derzeit rund 7,8 % weit von den Konvergenzkriterien entfernt liegt.

Darüber hinaus ist Bulgarien noch kein Mitglied im Wechselkursmechanismus, so dass derzeit eine Einführung der Gemeinschaftswährung gar nicht möglich ist. Wann Bulgarien diesen Schritt nachholt, ist noch unklar.


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