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02.05.08 12:00

Positive EU-Berichte für die Slowakei

Von: (fd)

Slowakei Euro 2009

Wahrzeichen: Burg Bratislava

Kommission und Zentralbank veröffentlichen in rund 5 Tagen ihre Berichte und derzeit sieht alles danach aus, dass man auch in Bratislava ab 2009 mit den Euro zahlen kann.

Für die Slowakei ist der Euro zum greifen nah. Nachdem das Land in den vergangen Wochen neben der Inflation auch die Verschuldung Kriteriengerecht senken konnte, spricht nichts gegen eine Einführung der Gemeinschaftswährung im nächsten Jahr.

Am 7. Mai werden EU-Kommission und Europäische Zentralbank ihre Berichte zur Euroreife des Landes präsentieren. Medienberichten zufolge werden sich beide Institutionen für eine Aufnahme der Slowakei in die Währungsunion aussprechen.

Es wird daher erwartet, dass Brüssel das noch laufende Defizit-Strafverfahren noch in diesem Monat einstellt. Die Europäische Kommission bestätigt weder entsprechende Berichte noch dementiert sie diese.

Sollten die europäischen Regierungschefs im Juni die Berichte bestätigen, kann mit einer letzten Zustimmung der EU-Finanzminister einen Monat später der offzielle Wechselkurs festgelegt werden.

Bratislava kann somit im Jubiläumsjahr als 16. Euroland zum 1. Januar 2009 seine rund fünf Millionen Bürger mit eigenem Eurobargeld ausstatten.


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1 Antwort zu “Positive EU-Berichte für die Slowakei”

Florian

Geschrieben: Mittwoch, 07-05-08 14:00 | von: Florian
Gravatar: Florian

Nachtrag:

Die Europäische Kommission hat sich erwartungsgemäß positiv zu Euroreife der Slowakei geäußert. Im heutigen Bericht der EZB aus Frankfurt jedoch äußert die Zentralbank bedenken, ob das Land die derzeitigen Kriterien auch nach der Euroeinführung erfüllen könne.

Neben der fehlenden Abwertungsmöglichkeit des Euro, sehen die Währungshüter vor allem auf den slowakischen Arbeitsmarkt Handlungsbedarf. Wichtige Reformen müssten vorangetrieben werden, um die Arbeitslosenquote von derzeit 11,2 Prozent (das ist die Höchste innerhalb der EU) langfristig zu senken.

Weiter forderte man die Regierung in Bratislava zum Sparen auf, um das Haushaltsdefizits auch weiterhin im Zaun zu halten.