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10.11.13 17:40

Depotvergleiche – worauf Anleger achten müssen

 

Depotvergleiche sind für Anleger das wichtigste Instrument in Bezug auf die Optimierung ihrer Rendite. An der Besteuerung auf Kapitalerträge kann niemand etwas ändern, an den zu zahlenden Kosten allerdings schon. Die Gebührenschere zwischen den Anbietern klafft inzwischen weit auseinander, ein Depotvergleich zeigt, wie groß das Einsparpotenzial wirklich ist.

Investmentsparer aufgepasst!

Anleger, die ihr Geld am Liebsten in Investmentfonds anlegen, tappen häufig in die Kostenfalle. Die Banken und Sparkassen vor Ort bieten überwiegend die Fonds der hauseigenen Kapitalanlagegesellschaft an und scheuen sich nicht, den vollen Ausgabeaufschlag zu berechnen. Da dieser bei Aktienfonds durchaus sechs Prozent betragen kann, lässt sich leicht ausrechnen, dass im ersten Jahr des Investments ein kräftiges Plus erzielt werden müsste, um rentabel zu werden. Noch heftiger trifft es diejenigen, die in Sparpläne investieren. Ein Sparer, der zwanzig Jahre lang monatlich 100 Euro anlegt und jedes Mal mit fünf Prozent Agio belastet wird, kann sich ausrechnen, wie viel Geld ihm am Ende verloren gegangen ist. Depotvergleiche zeigen, welche Banken und Direktbroker auf die Ausgabeaufschläge ganz oder zumindest teilweise verzichten. Für Investmentsparer und Anleger in Einzeltitel gleichermaßen interessant sind Depots ohne Kontoführungsgebühr.

Kostenlose Depots immer verbreiteter

Während die etablierten Institute immer noch an einer Depotverwaltungsgebühr festhalten, gehen immer mehr Direktbanken und Onlinebroker dazu über, auf diesen Kostenfaktor zu verzichten. Während die Konten bei Forexbrokern generell kostenlos geführt werden, wie man hier nachlesen kann, ist es bei Wertpapieren noch lange nicht allgemeingültig. Während Investmentsparer das Agio minimieren können, haben Anleger in Aktien die Chance, die jeweiligen Transaktionskosten deutlich zu senken. Die Institute vor Ort halten nach wie vor an einer vom Handelsvolumen prozentual abhängigen Courtage fest. Erste Onlinebroker demonstrieren aber, dass dies nicht sein muss. Feste Transaktionsgebühren, die sich nur noch daran orientieren, ob an einer deutschen Börse oder einem ausländischen Handelsplatz getradet wird, senken die Gesamtkosten für das Depot signifikant.

Ein weiterer Punkt, der hilft, die Nettorendite des Depots zu erhöhen, ist die Verzinsung des Referenzkontos. Direktbanken und Onlinebroker honorieren eine Depoteröffnung mit überdurchschnittlichen Zinsen. Diese steigen sogar noch einmal, wenn der Neukunde den Nachweis erbringt, dass das alte Depot geschlossen wurde. Auch wenn der Zinssatz auf eine bestimmte Einlagenhöhe maximiert ist und nur für einen bestimmten Zeitraum Gültigkeit besitzt, trägt er zumindest im ersten Jahr dazu bei, dass das gesamte Investment besser rentiert. Gleich, ob er Einstieg in das Wertpapiergeschäft erst bevorsteht, oder ein günstigeres Depot angestrebt wird, ein Depotvergleich zeigt, welche Banken infrage kommen, um bei gleichen Handelsbedingungen am Ende des Jahres profitabler zu werden.


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