Der bulgarische Lew soll bis 2013 vom Euro abgelöst werden. Das Problem sei nicht, dass Bulgarien die Konvergenzkriterien nicht einhalten könne, sondern, dass sich die Kommunikation zwischen Bulgarien und der EU im fernen Brüssel so schwierig gestalte, so der bulgarische Wirtschaftsanalyst Georgi Angelow. Die wichtigste Aufgabe für die neue bulgarische Regierung ist, die zuletzt eher schlechten Beziehungen wieder zu verbessern und zu zeigen, dass in Bulgarien mehr steckt, als viele annehmen. Das Vertrauen der Kommission muss zurückgewonnen werden, damit eine zügige und reibungslose Übernahme des Euros stattfinden kann.
Zuletzt ist Bulgarien immer wieder durch Korruption in die Schlagzeilen geraten. Kritiker äußern des Öfteren, dass Rumänien und Bulgarien die EU-Mitgliedschaft im Jahr 2007 förmlich nachgeworfen wurde.
Nichtsdestotrotz; Bulgariens Währung, der Lew, ist fest an den Euro gekoppelt und Wechselkursschwankungen somit ausgeschlossen. Sollte Bulgarien wirklich im nächsten Frühjahr dem WKM II beitreten, steht einer zügigen Euroeinführung eigentlich nichts mehr im Wege.
Um einen Kommentar zu diesem Beitrag abzugeben, loggen Sie sich bitte ein.