Estland kann bereits im nächsten Januar den Euro einführen. Damit würde das Land 2011 der einzige neue Mitgliedsstaat in der Eurozone werden. Die Gemeinschaftswährung wird im Baltenstaat schon lange erwartet und soll die Wirtschaft im Land stärken.
Nach der Ost-Erweiterung der Europäischen Union zwischen 2004 und 2007 steht nun eine weitere Erweiterungsrunde an. Nachdem in der Vergangenheit vor allem die mitteleuropäischen Staaten der EU beitraten, sind nun die südosteuropäischen Staaten an der Reihe.
Bisher wollte Island wenig mit der Europäischen Union zu tun haben. Zwar ist das Land Mitglied im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR), doch ein Beitritt zur EU stand bisher nie zur Debatte. Zu groß und selbstständig fühlte sich der Inselstaat mit gerade einmal 320.000 Einwohnern. Mit der Finanz- und Wirtschaftskrise im vergangenen Jahr änderte sich diese Einstellung schlagartig.
Osteuropa ist stark von der Finanz- und Wirtschaftskrise betroffen. Viele Länder leiden darunter, doch Polen zeigt einen anderen Trend auf. Das Wirtschaftswachstum wird im zweiten Quartal des Jahres 2009 ein Plus von 1,4 % aufweisen, prognostiziert das Statistische Amt der EU. Waldemar Pawlek, der polnische Wirtschaftsminister, ist erfreut über die positiven Entwicklungen und sieht daher die Einführung des Euros zurzeit als zweitrangig an.
Die bulgarische Regierung strebt die Einführung der europäischen Gemeinschaftswährung, dem Euro, bis zum Jahr 2013 an. Die Mitgliedschaft im Wechselkursmechanismus II soll im Januar beantragt werden.
Nach langer Zeit haben Slowenien und Kroatien den Grenzstreit um die Bucht von Piran beendet. Seit Dezember 2008 blockierte Slowenien auf Grund der Streitigkeiten mit dem Nachbarland dessen EU-Beitrittsverhandlungen.
Die für das Jahr 2012 geplante Euroeinführung in Polen ist vorerst geplatzt. Schuld ist die Finanz- und Wirtschaftskrise, die den polnischen Kurs erheblich verzögert.
Der geplante Termin für die Einführung der europäischen Gemeinschaftswährung wird laut des tschechischen Finanzministers Eduard Janota nicht zu halten sein. Das Land plante die Währungsumstellung bislang für Januar 2014 oder 2015.
Nicht einmal eine Woche im Amt und schon kündigt der neue bulgarische Finanzminister und Vize-Präsident Simeon Djankow in einem Interview an die Gemeinschaftswährung bis 2013 einführen zu wollen. Der Zeitpunkt würde damit noch knapp in die Amtszeit der neuen Regierung in Sofia fallen.
Der von der sozialdemokratischen Ministerpräsidentin Jóhanna Sigurðardóttir gewünschte schnelle Beitritt zur Europäischen Union könnte bereits innerhalb der kommenden zwei Jahre gelingen.