Am Dienstag begann die finnische Münzprägestätte, die Rahapaja Oy in Vantaa, mit der Herstellung der estnischen Euromünzen, die ab 1. Januar 2011 in den Umlauf gelangen werden. Hierbei handelt es sich um die Produktion von ca. 194 Millionen Münzen – eine Produktionsmenge, die in etwa der zypriotischen oder auch der luxemburgischen, bei deren Euroeinführung, entspricht.
Am 12. Mai legte EU-Währungskommissar Olli Rehn den Konvergenzbericht der EU für das Jahr 2010 vor. Darin werden die aktuellen Bemühungen und tatsächlichen Fakten zur Übernahme des Euro als gesetzliches Zahlungsmittel in jedem EU-Mitgliedsland überprüft.
Es wird immer wahrscheinlicher: Estland wird im nächsten Jahr den Euro als gesetzliches Zahlungsmittel einführen. Der nächste konkrete Schritt in Richtung Beitritt zur Eurozone ist die Empfehlung der EU-Kommission, die am 12. Mai 2010 abgegeben wird.
Estland kann bereits im nächsten Januar den Euro einführen. Damit würde das Land 2011 der einzige neue Mitgliedsstaat in der Eurozone werden. Die Gemeinschaftswährung wird im Baltenstaat schon lange erwartet und soll die Wirtschaft im Land stärken.
Nach der Ost-Erweiterung der Europäischen Union zwischen 2004 und 2007 steht nun eine weitere Erweiterungsrunde an. Nachdem in der Vergangenheit vor allem die mitteleuropäischen Staaten der EU beitraten, sind nun die südosteuropäischen Staaten an der Reihe.
Bisher wollte Island wenig mit der Europäischen Union zu tun haben. Zwar ist das Land Mitglied im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR), doch ein Beitritt zur EU stand bisher nie zur Debatte. Zu groß und selbstständig fühlte sich der Inselstaat mit gerade einmal 320.000 Einwohnern. Mit der Finanz- und Wirtschaftskrise im vergangenen Jahr änderte sich diese Einstellung schlagartig.
Osteuropa ist stark von der Finanz- und Wirtschaftskrise betroffen. Viele Länder leiden darunter, doch Polen zeigt einen anderen Trend auf. Das Wirtschaftswachstum wird im zweiten Quartal des Jahres 2009 ein Plus von 1,4 % aufweisen, prognostiziert das Statistische Amt der EU. Waldemar Pawlek, der polnische Wirtschaftsminister, ist erfreut über die positiven Entwicklungen und sieht daher die Einführung des Euros zurzeit als zweitrangig an.
Die bulgarische Regierung strebt die Einführung der europäischen Gemeinschaftswährung, dem Euro, bis zum Jahr 2013 an. Die Mitgliedschaft im Wechselkursmechanismus II soll im Januar beantragt werden.
Nach langer Zeit haben Slowenien und Kroatien den Grenzstreit um die Bucht von Piran beendet. Seit Dezember 2008 blockierte Slowenien auf Grund der Streitigkeiten mit dem Nachbarland dessen EU-Beitrittsverhandlungen.
Die für das Jahr 2012 geplante Euroeinführung in Polen ist vorerst geplatzt. Schuld ist die Finanz- und Wirtschaftskrise, die den polnischen Kurs erheblich verzögert.