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Wechselkursmechanismus II

Der Wechselkursmechanismus II (kurz WKM II) ist ein seit dem 1. Januar 1999 bestehendes Wechselkursabkommen und geht aus dem Europäischen Währungssystem (EWS) und dessen WKM hervor.

Die Teilnahme am WKM II ist eines der vier Konvergenzkriterien zur Euro-Einführung und regelt den Schwankungsbereich des Wechselkurses der nationalen Währung zum Euro. Dieser darf im Regelfall für mindestens zwei Jahre die Höchstgrenze von 15 Prozent nicht überschreiten, um der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion (EWWU) beitreten zu können und somit den Euro einzuführen.

Von derzeit 27 EU-Staaten haben bereits 15 die Gemeinschaftswährung eingeführt, fünf weitere Länder gehören schon jetzt dem Wechselkursmechanismus II an. Bis auf Dänemark und Großbritannien sind die verbleibenden sieben Staaten verpflichtet den Euro einzuführen und damit zuvor dem WKM II beizutreten.

Doch gibt es hierfür keine zeitliche Begrenzung, weshalb man in nächster Zeit nicht von einer Aufnahme neuer Staaten ausgeht.