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Länderinfos

Hauptstadt:Ljubljana
Amtssprache:Slowenisch
Fläche:20.273 km²
Einwohnerzahl:2.009.245
Währung:(Slowenische Tolar)

News

Euroeinführung in Slowenien

Als erstes neues EU-Mitgliedsland konnte Slowenien 2007 die Gemeinschaftswährung einführen. Wir...

02.01.07 10:00
Rub: Slowenien

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Slowenien

Kurz und kompakt:

Slowenien gilt in Sachen Euroeinführung als Musterschüler der Europäischen Union.
 
Eine breite Mehrheit von 90 Prozent der Bevölkerung unterstützten das Vorhaben, den nationalen Tolar nach nur 15 Jahren gegen die Gemeinschaftswährung einzutauschen.
 
Aufgrund dessen konnte das finanziell disziplinierte Land ohne große Probleme als erster neuer Mitgliedsstaat seine Bevölkerung zum 1. Januar 2007 mit eigenen Euromünzen und Geldscheinen ausstatten.

 

Ausführliche Informationen:

Nach dem EU-Beitritt des Landes zum 1. Mai 2004 trat Slowenien kurze Zeit später, am 27. Juni 2004, auch dem WKM II der Union bei. Ziel war seither eine Euroeinführung zum 1. Januar 2007.

Mit dem im März 2005 veröffentlichten Masterplan versuchte das Land erfolgreich, durch einen strengen Sparplan die Einhaltung aller Maastricht-Kriterien zu erreichen. Vor allem zu einer nachhaltigen Haushaltspolitik und der Senkung der Inflation hatte man sich verpflichtet.

Seit Ende 2005 bereitete Slowenien auch seine Bürger mit einer nationalen Kampagne,  welche von der EU-Kommission unterstützt wurde, auf die Einführung der Gemeinschaftswährung vor.

Durch das seit 1. März 2006 geltende Gesetz zur doppelten Preisauszeichnung in Tolar und Euro verfolgte die Regierung in Ljubljana zwei Ziele: Zum einem sollte die Bevölkerung auf den Euro vorbereitet und zum zweiten eine Teuerungswelle zur Einführung verhindert werden.

Seitdem galt das Land unter den Anwärterstaaten als Musterschüler, sodass man im März 2006 als erster neuer EU-Staat den Antrag auf den Beitritt zur Währungsunion stellte.
 
Am 16. Mai 2006 bestätigte die EU-Kommission dann die Erfüllung aller notwendigen Bedingungen. »Slowenien hat einen hohen Grad nachhaltiger ökonomischer Konvergenz mit den anderen Mitgliedsstaaten erreicht«. Dies bestätigte zu einem späteren Zeitpunkt auch die Europäische Zentralbank in ihrem unabhängigen Bericht zur Euroreife des Landes.

Im Juni 2006 war es dann soweit. Die EU-Finanzminister sprachen sich für die Aufnahme Sloweniens in die Euro-Zone aus. Das Europaparlament stimmte dem Vorhaben zu, sodass die Entscheidung einen Tag später auch durch die Staats- und Regierungschefs der EU bestätigt werden konnte.
 
Am 11. Juli 2006 verabschiedete man dann den formalen Beschluss. Allerdings wurde im Dezember 2009 ein Defizitverfahren eingeleitet, da die 3%-Grenze überschritten wurde.