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Euromünzen aus Malta

Der Gestaltungswettbewerb für die künftigen Motive der Euromünzen startete am 14. Januar. Insgesamt standen 12 Themen aus vier verschiedenen Bereichen zur Auswahl (maltesische Geschichte, Renaissance, Identität und Archäologie). Eine Übersicht der Motive sowie eine detaillierte Beschreibung dazu stelle die Nationalbank zugleich bereit. Via SMS konnte bis zum 29. Januar 2006 abgestimmt und alternative Motive eingesendet werden. In dieser ersten Phase des Wettbewerbes wurden so die drei bestplatzierten Motive ermittelt. Am 2. Februar 2006 gab die Nationalbank das Ergebnis des Votings bekannt. Ein Künstler wurde dann mit der Gestaltung der Münzen beauftragt, sodass Ende Mai 2006 vier Designvorschläge in der 2. Phase des Wettbewerbes wiederum zur Abstimmung standen. Insgesamt konnten drei SMS versendet werden, wobei pro Entwurf lediglich eine Stimme gewertet wurde.
 

Motive

1 und 2 Euro        Malteserkreuz (Renaissance)
Die acht Spitzen des Malteserkreuzes symbolisieren nach heutiger Deutung die acht Seligpreisungen der Bergpredigt Jesu im Neuen Testament. Die vier nach innen zeigenden Spitzen hingegen sollen für Klugheit - Gerechtigkeit - Tapferkeit - Mäßigung stehen.
10 bis 50 Cent Wappen Maltas (Identität)
Das Wappen Maltas wurde am 19. Oktober 1988 eingeführt und löste damit das 1975 festgesetzte, sehr moderne Wappen des Landes "Malteser Boot unter der Mittelmeersonne" ab.
1 bis 5 Cent Tempelanlage Mnajdra (Geschichte)
Die Tempelanlage, welche im Süden des Landes liegt, gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Diese prähistorischen Tempelanlagen sind in Europa einzigartig und wurden teilweise bereits 3600 v. Chr. erbaut.

Obwohl der Entwurf "Fort St. Angelo" den dritten Platz erreichte, wird das Motive künftig keine maltesischen Euromünzen zieren. Statt dessen wird man Münzen mit der Abbildung des "Mnajdra Temple Altar" prägen. Grund hierfür ist, dass bereits das Motiv des ersten Platzes aus dem Bereich der Renaissance Maltas stammt. Für die drei Euromotive will die Nationalbank jedoch Entwürfe aus den jeweiligen vier Bereichen. Das Abschneiden der acht weiteren Entwürfe ist derzeit unklar.

Das Interesse der Öffentlichkeit am Designwettbewerb der künftigen Euromünzen des Landes war groß und beeindruckte selbst den Vorsitzenden des maltesischen Parlaments, Tonio Fenech.

Anfang 2006 veröffentlichte die Zentralbank des Inselstaates die Ausschreibung zur Prägung der künftigen Euromünzen. Nach Prüfung der Angebote soll dann eine Münzstätte ausgewählt und beauftragt werden.

Gewonnen hat die französische Prägeanstalt Établissement Monétaire in Passac.