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Länderinfos

Hauptstadt:Valetta
Amtssprache:Maltesisch, Englisch
Fläche:316 km²
Einwohnerzahl:401.880
Währung:(Maltesische Lira)

News

Malta & Zypern: Euro-Einführung 2008

Noch nicht einmal 4 Jahre nach ihrem EU-Beitritt konnten die beiden Mittelmeerinseln Malta und...

01.01.08 10:00
Rub: Malta, Zypern

Malta

Kurz und kompakt:

Auch wenn Malta, genau wie Zypern, seinen öffentlichen Schuldenstand bis zur Euroeinführung am 1. Januar 2008 nicht unter die in den Maastricht-Kriterien geforderte Grenze von maximal 60 Prozent drücken konnte sprachen sich die EU-Kommission und EZB für einen Beitritt des Landes zur Eurozone aus.
 
Die rechtliche Grundlage hierfür wurde ohne Probleme von den EU-Finanzministern mit Unterstützung aller europäischen Institutionen geschaffen.

 

Ausführliche Informationen:

Malta ist in den Europäischen Wechselkursmechanismus zum 29. April 2005 aufgenommen worden. Seither entspricht 1 Euro = 0,4293 maltesischer Lira.

Mit dem National Euro Changeover Commitee (NECC) schaffte das Land eine Organisation, die sich eigens mit der Euroeinführung des Landes beschäftigen sollte. Zu ihren Aufgaben gehörten u.a. die Öffentlichkeitsarbeit und Koordination, sowie die Ausarbeitung von Strategieplänen.

Auch wenn man die Bemühungen um eine schnelle Einführung der Gemeinschaftswährung in Brüssel freudig zur Kenntnis nahm, bereitete das frühe Stadium der Vorbereitungen im Land Sorgen.
 
Die folgenden Kampagnen zeigten jedoch kurze Zeit später Wirkung. So fühlten sich 2007 bereits 71 Prozent aller Befragten gut bis sehr gut über die neue Währung aufgeklärt.

Am 27. Februar 2007 reichte Malta offiziell seine Bewerbung für den Eintritt in die Eurozone ein. Die Berichte von EU-Kommission und Zentralbank fielen positiv aus und auch die Zustimmung der EU-Länder und des Parlamentes folgten, sodass die Finanzminister der Union kurze Zeit später die rechtlichen Grundlagen für eine termingerechte Einführung schaffen konnten.
 
Die Sparpolitik von Ministerpräsident Lawrence Gonzi trug seit 2004 ihren Teil dazu bei, die Verschuldung der öffentlichen Kassen zu senken; gänzlich konnten die Konvergenzkriterien dennoch nicht erfüllt werden.

Die EU lies den Eintritt in die Eurozone daran jedoch nicht scheitern. Sowohl die EZB als auch die EU-Kommission forderten währenddessen jedoch den Inselstaat auf, auch weiterhin für die Senkung seines öffentlichen Schuldenstandes einzutreten, um auch dieses Kriterium in absehbarer Zeit zu erfüllen.

Bisher gelang das nicht. Erst im Mai 2010 hat die EU ein Defizitverfahren gegen Malta empfohlen.