
| Hauptstadt: | Budapest |
|---|---|
| Amtssprache: | Ungarisch |
| Fläche: | 93.030 km² |
| Einwohnerzahl: | 9.956.108 |
| Währung: | Ungarischer Forint |
Die Krise hat Ungarn fest im Griff. Die beinahe Pleite des Staates und der drastische...
25.05.09 20:00Hohe Auslandsverschuldung und anderer struktureller Schwächen bringen die Finanzmärkte in Ungarn...
24.10.08 22:00Lernen Sie dieses Land kennen:
Urlaub in Ungarn
Ungarn gilt innerhalb der Europäischen Union als Sorgenkind in Sachen Euroeinführung. Inflation und Staatsverschuldung liegen weit über den Konvergenzkriterien, sodass keiner mehr mit einer Einführung zum ursprünglichen Zieldatum rechnet.
Gegen Jahresende ist mit einem neuen Termin zum Beitritt der Währungsunion aus Ungarn zu rechnen. Beobachter gehen davon aus, dass Ungarn 2010 dem WKM II der Gemeinschafts beitreten wird. Eine Einführung des Euro wäre damit frühstens zum 1. Januar 2013 möglich.
Auch wenn Premierminister Ferenc Gyurcsany an einem Zeitraum für die Euroeinführung seines Landes zwischen 2010 und 2014 festhält, bleibt Ungarn ein Sorgenkind der Union.
Ursprünglich wollte das Land bereits 2010 mit Euro bezahlen können, aber in Budapest rechnet man schon lange mit keiner pünktlichen Euroeinführung mehr. Einen Beitritt zum EU-Wechselkursmechanismus II scheint für frühstens 2010 wahrscheinlich. Bis dahin müsste das Land die Konvergenzkriterien einhalten können.
Mit einem Haushaltsdefizit im Jahre 2006 von über neun Prozent des Bruttoinlandsprodukts, war Ungarn der größte Defizitsünder innerhalb der EU. In Sachen Neuverschuldung kann das Land jedoch erste Erfolge seines strengen Sparplans verbuchen.
Im vergangen Jahr konnte die Staatsverschuldung auf 5,7 Prozent abgesenkt werden und noch in diesem Jahr will die Regierung die selbst gesetzte Grenze von maximal 4 Prozente des BIP erreichen.
Offiziell will Budapest zumindest dieses Maastricht-Kriterium bis 2009 einhalten, um die Reduzierung der Staatsschuld weiter vorzuantreiben. Nichts desto trotz sind die Befürchtungen berechtigt, dass die Gesamtverschuldung des Landes auch noch bis 2014 über der erlaubten 60-Prozent-Marke liegen wird.
Auf ein Zieldatum für den Beitritt zur Eurozone möchte sich der amtierende Finanzminister János Veres nach Berichten der Zeitung »Napi Gazdasag« frühstens zum Jahresende 2008 festlegen.
Vor einigen Wochen gab die Nationalbank darüber hinaus den Wechselkurs des Forint frei und setzte damit die zuvor geltende Schwankungsbreite von maximal 15 Prozent zum Euro aus. Damit erhofft das Land die viel zu hohe Inflation von fast 8 Prozent in den Griff zu bekommen. Preisstabilität habe obstere Priorität hieß es in Budapest.
Weder Experten noch die Europäische Zentralbank rechnen daher damit, dass Ungarn seine Bürger vor 2014 mit dem Eurobargeld ausstatten wird. Die Opposition des Landes geht indessen sogar von einem Termin erst zwischen den Jahren 2013 und 2016 aus.