
| Hauptstadt: | Prag |
|---|---|
| Amtssprache: | Tschechisch |
| Fläche: | 78.866 km² |
| Einwohnerzahl: | 10.228.744 |
| Währung: | Tschechische Krone |
Der geplante Termin für die Einführung der europäischen Gemeinschaftswährung wird laut des...
20.08.09 18:00Lernen Sie dieses Land kennen:
Urlaub Tschechien
Ursprünglich für 2008 geplant, verschob Tschechien die Euro-Einführung erst auf 2010, dann auf 2012. Aufgrund der immensen Haushaltsprobleme gilt inzwischen 2015 als frühestmöglicher Termin.
Erste Ziele, bereits 2008 die Gemeinschaftswährung einzuführen, mussten bereits im Herbst 2005 vom tschechischen Premier Jirí Paroubek als unhaltbar abgeschrieben werden.
Der ehemalige Finanzminister Bohnslav Sobotha kündigte daraufhin an, die Tschechische Krone frühestens 2010 durch den Euro ablösen zu lassen. Als Grund nannte eine Ministeriumssprecherin das zu hohe Haushaltsdefizit.
Nach dem Regierungswechsel Ende 2006 bezweifelte der neue Ministerpräsident Mirek Topolánek die Einhaltung des geplanten Termines. Auch der amtierende Finanzminister Vlastimil Tlusty erteilte dem Euro für 2010 eine Absage.
In den nächsten Jahren will das Land zuerst seine Infrastruktur ausbauen und Reformen finanzieren, bevor über die Einführung der Gemeinschaftswährung nachgedacht werden kann. Beides lässt sich nach Regierungsaussagen eben nicht zur selben Zeit vereinbaren.
Verbreitet ist zudem die Furcht, die Einhaltung der Maastricht-Kritierien könnte die Wirtschaftsdynamik im Land abbremsen. Die Wirtschaft hingegen drängt auf einen baldigen Anschluss an die Euro-Zone.
Im Zuge der Wirtschaftskrise sackte Tschechien in eine Rezession; die seit Jahren geplanten mannigfaltigen Reformen sind nicht wesentlich vorangekommen. Die Nationalbank drängt auf die Stabilisierung der tschechischen Wirtschaft. Obwohl in der tschechischen Politik und Wirtschaft Konsens darüber besteht, dass der Euro bald eingeführt werden soll, rechnet man doch nicht damit, das Vorhaben vor 2015 realisieren zu können.