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Länderinfos

Hauptstadt:Bratislava
Amtssprache:Slowakisch
Fläche:48.845 km²
Einwohnerzahl:5.447.502
Währung:Slowakische Krone

News

Vollbracht! Die Slowakei kommt...

Der Euroeinführung des Landes steht endgültig nichts mehr im Wege. Die EU-Finanzminister legten bei...

08.07.08 23:45
Rub: Slowakei

Finanzminister geben grünes Licht

Erwartungsgemäß folgten die EU-Finanzminister der Kommissionsempfehlung und genehmigten die...

04.06.08 22:00
Rub: Slowakei

Positive EU-Berichte für die Slowakei

Kommission und Zentralbank veröffentlichen in rund 5 Tagen ihre Berichte und derzeit sieht alles...

02.05.08 12:00
Rub: Slowakei

Slowakei

Kurz und kompakt:

Die Slowakei möchte den Euro so schnell wie möglich einführen. Die Landeswährung soll dabei zum 1. Januar 2009 durch die Gemeinschaftswährung ersetzt werden. Die Mehrheit der Bevölkerung befürwortet das Vorhaben und sowohl die EU, als auch Bratislava zeigten sich bereits im Vorfeld zuversichtlich, dieses Ziel halten zu können.

Das Land erfüllt alle Konvergenzkritierien und wird voraussichtlich selbst nach dem Eintritt in die Währungsunion keine Probleme bei der Einhaltung des Europäischen Stabilitäts- und Wachstumspaktes haben.

Obwohl die EZB bedenken über die Einhaltung des Inflationskriteriums äußerte, sprachen sich sowohl EU-Kommission, als auch die Finanzminister für eine Einführung der Gemeinschaftswährung im kommenden Jahr aus.

 

Ausführliche Informationen:

Die Slowakei plant, dass der Euro zum 1. Januar 2009 die Landeswährung ersetzen wird. Dafür trat das Land am 26. November 2005 dem Wechselkursmechanismus II der EU bei, welche eine Wartezeit von zwei Jahren bis zur Einführung der Gemeinschaftswährung beinhaltet.

Mit dem Beitritt zum WKM II der Union wollte der damalige Finanzminister Ivan Miklos u.a. die Slowakische Krone vor einer drohenden Krise des Ungarischen Forint schützen, welcher die Landeswährung beeinflussen könnte. »Wir wollen der Euro-Zone so bald wie möglich beitreten, nachdem wir die Kriterien des Maastricht-Vertrages dauerhaft erfüllt haben«, betonte der Minister.
Sowohl das Land als auch Brüssel sind zuversichtlich, dass die Slowakei die Maastricht-Kriterien rechtzeitig erfüllen wird um, wie geplant, 2009 der Eurozone beizutreten.

Mitte März 2007 wurde der offizielle Leitkurs der Slowakischen Krone zum Euro von 38,4550 SKK auf 35,4424 SKK abgesenkt. Grund: Seit Monaten stieg der Kurs der Landeswährung kontinuierlich an und konnte trotz wiederholter Interventionen seitens der Slowakischen Nationalbank nicht abgesenkt werden. Kurz bevor die zulässige Höchstgrenze für Euro-Anwärter zu überschreiten drohte, einigten sich  EZB und die Finanzminister der Euro-Zone über die Anpassung des offiziellen Wechselkurses.

Ministerpräsident Robert Fico kritisierte unterdessen die Konvergenzkriterien zur Euroeinführung. Er sieht dadurch die kleineren Mitgliedsstaaten aus Osteuropa benachteiligt: »Mit dem schnellen Wachstum ist eben oft eine höhere Inflation verbunden. Man kann daher für die schnell wachsenden neuen EU-Mitglieder nicht dieselben Kriterien anwenden wie für die alten EU-Länder.«

Ab August 2008 beginnt die doppelte Preisauszeichnung im Land. Wie schon bei den anderen Euro-Anwärtern, hat sich auch die Slowakei für das »Big Bang«-Szenario entschieden. Die Krone behält ihren gesetzlichen Status als Zahlungsmittel neben dem Euro lediglich bis zum 16. Januar 2009. Alle benötigen Banknoten werden vorerst - wie bereits bei Slowenien, Malta und Zypern - dem restlichen Euroraum entliehen.

Die Europäische Kommission hat sich im Mai 2008 erwartungsgemäß positiv zur Euroreife der Slowakei geäußert. Im Bericht der EZB aus Frankfurt jedoch äußert die Zentralbank bedenken, ob das Land die derzeitigen Kriterien auch nach der Euroeinführung erfüllen könne.

Neben der fehlenden Abwertungsmöglichkeit des Euro, sehen die Währungshüter vor allem auf den slowakischen Arbeitsmarkt Handlungsbedarf. Wichtige Reformen müssten vorangetrieben werden, um die Arbeitslosenquote langfristig zu senken.

Weiter forderte man die Regierung in Bratislava zum Sparen auf, um das Haushaltsdefizits auch weiterhin im Zaun zu halten.

Im Juni genehmigten dann sowohl die EU-Finanzminister, als auch die europäischen Staats- und Regierungschefs die Euroeinführung der Slowakei und folgten so der Kommissionsempfehlung.

Am 8. Juli setzten die Finanzminister den Wechselkurs zum Euro auf 30,1260 SKK fest. Weiter wurden letzte formale Beschlüsse verabschiedet. Der slowakische Weg zum Euro ist somit endgültig frei.