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Länderinfos

Hauptstadt:Bukarest
Amtssprache:Rumänisch
Fläche:237.500 km²
Einwohnerzahl:22.276.056
Währung:Rumänischer Leu

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Rumänien

Kurz und kompakt:

Auch wenn Rumänien nicht vor 2014 mit der Einführung der Gemeinschaftswährung rechnet, geriet das Land in den letzten Monaten verstärkt unter Druck. Sowohl EU-Kommission, als auch der rumänische Zentralbankchef warnten die Regierung in Bukarest davor mit einer zu leichtfertigen Finanzpolitik selbst dieses Ziel zu verfehlen.

 

Ausführliche Informationen:

Rumänien bereitet - wie so vielen Euro-Anwärtern - zum einen das Leistungsbilanzdefizit, aber auch die Preissteigerungsrate Probleme. So war die Inflation im vergangenem Jahr mit rund 7 Prozent, mehr als doppelt so hoch wie der EU-Schnitt.

Das Land hat daher keine falschen Illusionen und rechnet deshalb bis spätestens 2012 mit dem Beitritt zum WKM II der Europäischen Union. Ein Plan zur Einführung der Gemeinschaftswährung wurde bereits von Bukarest gebilligt und liegt der EU-Kommission vor.

Anfang des Jahres jedoch warnte EU-Wirtschafts und Währungskommissar Joaquin Almunia die Regierung in Bukarest vor einem wachsenden Haushaltsdefizit, welches bald zu einem ernsthaftes Problem werden könnte.

Selbst der rumänische Zentralbankchef Mugur Isarescu sieht das gesetzte Zieldatum in Gefahr, wenn in 2008 und 2009 keine dauerhafte Reduzierung der Inflation erreicht werden kann.

Wenn sich die oft bemängelte laxe Haltung der rumänischen Regierung in Finanzfragen nicht ändert, so prognostizieren Analysten die Nichteinhaltung gleich mehrerer Maastricht-Kriterien in diesem Jahr.

Der verstärkte Druck der eigenen Zentralbank und Europäischen Kommission scheint jedoch trotz anstehenden Wahlen endlich die erwünschte Wirkung zu zeigen.

Premierminister Popescu Tariceanu kündigte inzwischen an ein Milliarden-Sparpaket schnüren zu wollen, um künftig sowohl Haushaltsdefizit als auch die Inflation einzudämmen.