
| Hauptstadt: | Kopenhagen |
|---|---|
| Amtssprache: | Dänisch |
| Fläche: | 43.094 km² |
| Einwohnerzahl: | 5.468.120 |
| Währung: | Dänische Krone |
Premierminister Rasmussen verschob das Referendum über die Abschaffung von Sonderregelungen bei...
09.08.08 16:00Nutzen Sie die Möglichkeiten eines Ferienhauses in Dänemark um dieses Land kennenzulernen.
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Nach 8 Jahren Wartezeit möchte Dänemarks amtierender Regierungschef Anders Rasmussen erneut den Schritt wagen und die Bevölkerung des Landes über die Einführung des Euro abstimmen lassen.
Das erneute Referendum ist wie ein Vertrauensbeweis an die Gemeinschaftswährung, der auch bei der Bevölkerung Anklang zu finden scheint. Nach aktuellen Umfragen bilden die Befürworter im Land eine knappe Mehrheit.
Wann die Abstimmung stattfinden soll ist derzeit noch unklar. Zu groß ist die Angst mit einem falschen Zeitpunkt einen erneuten Rückschlag verkraften zu müssen.
Durch das Veto der Bevölkerung im Jahr 1992 zum Maastricht-Vertrag erhielt Dänemark zusammen mit Großbritannien das Recht, sich endgültig gegen den Euro auszusprechen. Trotzdem gehört das Land seit 1999 dem WKM II der Union an und könnte so jederzeit die Gemeinschaftswährung einführen.
Die Regierung des Landes hätte den Euro eingeführt, doch stoppte die Bevölkerung das Vorhaben in einem Referendum vom 28. September 2000. Eine Mehrheit von 53,1 Prozent stimmte gegen den Beitritt zur Eurozone.
Ministerpräsident Anders Fogh Rasmussen kündige nach seiner Wiederwahl im Dezember 2007 an, eine erneute Volksabstimmung über die Einführung der Gemeinschaftswährung und Abschaffung von Sonderregeln bei der Umsetzung von EU-Rechten ansetzen zu wollen. Ob beide Themen gemeinsam oder separat zur Abstimmung gestellt werden ist noch unklar.
Auf eine mögliche Euro-Einführung wäre das Land bestens vorbereitet, denn es erfüllt die Konvergenzkriterien der EU bereits heute.
Mit dem Eintritt in die Währungsunion würde Kopenhagen nicht nur der Gemeinschaft wieder etwas nähertreten, sondern könnte erstmals darüber hinaus Einfluss auf die Entscheidungen der europäischen Geldpolitik nehmen.
Die Chancen stehen diesmal keineswegs schlecht. Viele Dänen wünschen sich eine starke Währung. Die neue Euro-Stärke könnte vielen im Land daher die Entscheidung erleichtern. Jüngsten Meinungsumfragen prognostizieren bereits eine hauchdünne Mehrheit für die Einführung der Gemeinschaftswährung.
Rasmussen hatte zuerst eine Abstimmung noch im Herbst diesen Jahres favorisiert.
Auf Grund des negativen Ausgangs beim irischen Referendum zum EU-Verfassungvertrag entschied man sich jedoch den Volksentscheid zurückzustellen. Ein neuer Termin ist somit frühstens 2009 realisitisch, wenn bis dahin die aktuellen Probleme der EU gelöst werden konnten.